Die Zusammenführung von Tieren einer Gattung oder verschiedener ist nicht immer so einfach. So gibt es Tierarten, die eine unterschiedliche Körpersprache haben oder unterschiedliche Verhaltensweisen. Dazu ist es eben aber auch im Allgemeinen nicht immer problemlos machbar, wenn sie für ein Haustier noch ein zweites anschaffen. Sofern sie ein paar grundlegende Dinge beachten, sollte es allerdings mit einer gewissen Anlaufzeit gut gelingen zwei Tiere aneinander zu gewöhnen.

Die meisten Tiere haben ein ausgeprägtes Revierverhalten. So wird ein bereits bei ihnen beheimatetes Tier jedes weitere Tier erstmal als Eindringling ansehen, welches ihm sein Futter oder seine Rückzugsorte streitig macht. In größeren Gruppen mit einem unausgewogenen Geschlechterverhältnis kann es auch zu Konkurrenzkämpfen kommen. Dies läuft entspannter ab, wenn die Neuzugänge noch sehr jung sind oder bereits kastriert/ sterilisiert – und damit keine Konkurrenz darstellen. Dazu ist ein ähnliches Alter hilfreich. Günstig ist in jedem Fall ein erstes Aufeinandertreffen an einem möglichst neutralen Ort in ihrem Zuhause zu realisieren, bei dem beide Tiere die Möglichkeit haben auszuweichen, sofern sie das Bedürfnis dazu verspüren. Anfängliche Konflikte sind durchaus normal, da beide ihre Position in der Hierarchie klären müssen, dies kann ein paar Tage dauern. Aber beobachten sie dies bitte, nicht dass es doch einmal zu heftigeren Konflikten mit erheblichen Verletzungen kommt. Da auch Vorerfahrungen der Tiere eine Rolle spielen, ob ein Zusammenleben gelingt, fragen sie bei Vorbesitzern nach, inwieweit solche bestehen.

Hunde und Katzen können durchaus miteinander in einem Haushalt leben. Allerdings müssen sich beide Tierarten daran gewöhnen, dass unterschiedliche Verhaltensweisen verschiedenes bedeuten. So bedeutet ein Schwanzwedeln beim Hund Freude, bei Katzen jedoch Anspannung und Blickkontakte bei Hunden Interesse, bei Katzen aber eine potenzielle Bedrohungslage. Auch das Katzenschnurren kann beispielsweise für einen Hund ein anknurren bedeuten.

Gar nicht günstig ist eine Kombination von Kaninchen und Meerschweinchen. Diese unterscheiden sich so deutlich in ihrem Verhalten, dass es dabei zu erheblichem Stress insbesondere für die Kaninchen kommt. So kuscheln Kaninchen gerne, putzen sich auch gegenseitig und kommunizieren eher nonverbal. Meerschweinchen hingegen fiepsen häufig zur Kommunikation und mögen Nähe nicht.

Riskant kann auch die Kombination von Hunden und Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen etc. sein, da der Hund sie mit seinem Jagdtrieb als potenzielle Beute ansieht. Bei kleineren Hunden mit gering ausgeprägtem Jagdtrieb kann dies durchaus mal funktionieren, aber insgesamt gesehen wird eher davon abgeraten.