1 kg Hähnchenfleisch = 1,6 kg Futtermittel + 5.000 l Wasser + 3,5 kg C0²

Natürliche Lebensweise

15 Jahre (Huhn)

Scharren, Picken, Staubbaden, Versteckmöglichkeiten

Lebensweise in der Intensivtierhaltung

20 Monate Legehenne

leben in konventioneller Haltung auf 550 m²

legen 300 Eier pro Jahr

bekommen ihre Schnäbel kupiert

40 Tage Masthuhn

24-28 Tiere pro m²

müssen hungern, um nicht zu schnell zu wachsen

1 tag männliches Küken

da sie keine Eier legen und für die Mast nicht geeignet sind

  10 interessante Fakten über Hühner

  • Hühner sind wesentlich mehr als bloße Eier- und Fleischlieferanten.
  • Hühner sind ähnlich intelligent wie Hunde oder Katzen.
  • Hühner können über 100 verschiedene Gesichter ihrer Artgenossen unterscheiden. Sie haben somit ein ausgeprägtes Erinnerungsvermögen und können Menschen erkennen.
  • Hühner sind sehr aktive Tiere. Sie lieben es zu spielen, zu rennen, zu flattern und zu hüpfen. Dazu nehmen sie gerne Sonnenbäder.
  • Hühner haben ein Verständnis davon, wenn ein Objekt weggenommen und versteckt wird, dass es dennoch weiter existiert.
  • Hühner sind in der Lage, verschiedene Farben zu unterscheiden und haben ein Farbsichtspektrum. So können sie auch ultraviolettes Licht und Schillerfarben sehen. Somit sieht ihre Welt bunter aus als unsere.
  • Hühner können Schmerz und Leid fühlen, da sie Schmerzrezeptoren haben.
  • Hühner sind in der Lage Salz zu schmecken, aber keine Süße.
  • Hühner können träumen. Sie haben einen REM-Schlaf (Rapid Eye Movement), genau wie wir Menschen.
  • Hühner sind in der Lage Freundschaften zu schließen. So sind einige Bindungen so eng, dass beim Tod eines Artgenossen die Trauer so groß sein kann, dass das verlassene Huhn selbst ebenfalls kurze Zeit später stirbt.
  • Hennen bringen ihren Küken Laute bei, während diese noch im Ei sind.

  Haltungsformen

Tiere müssen mind. 6 Monate vor der Schlachtung unter diesen Bedingungen gehalten werden

Haltungsform 1: Stallhaltung

gesetzlicher Mindeststandard für Haltung von Schweinen & Masthühnern, bei Rindern & Puten branchenübliche Haltung (gibt keine Haltungsvorschriften)

  • Lebendgewicht/m² = 39 Kg
  • Stallhaltung
  • Trockene Einstreu, die zum Picken, Scharren und Staubbaden geeignet ist
  • Grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien
  • QS-zugelassene bzw. QS-anerkannte Futtermittel

Haltungsform 2: Stallhaltung Plus

etwas mehr Platz im Stall (Beispiel Schwein: +10%) & zusätzliches Beschäftigungsmaterial (nicht bei Kühen)

  • Lebendgewicht/m² = 35 Kg
  • Stallhaltung
  • Organisches Beschäftigungsmaterial aus veränderbarem und sich verbrauchendem Material wie z.B. Stroh, Picksteine, pro angefangener 150 m² mind. ein Gegenstand
  • Grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien
  • QS-zugelassene bzw. QS-anerkannte Futtermittel

Haltungsform 3: Außenklima

noch mehr Platz im Stall (Beispiel Schwein: +40%), Kontakt mit dem Außenklima (z.B. überdachter Außenbereich am Stall oder nach außen offene Stallseite), Futter ohne Gentechnik

  • Lebendgewicht/m² = 25 Kg oder max. 29 Kg/m² bei einem Stall mit Kaltscharraum
  • Stallhaltung mit ständigem Zugang zu Außenklimabereich
  • Organisches Beschäftigungsmaterial aus veränderbarem und sich verbrauchendem Material wie z.B. Stroh, Picksteine, pro angefangener 150 m² mind. 2 Gegenstände oder pro 2.000 Tiere mind. 3 Stroh- oder Heuballen und pro 1.000 Tiere 1 Pickgegenstand
  • Grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme 45g/Tag, mit Gait-Score-Untersuchung auch 51g/Tag möglich) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 81 Tagen
  • Futtermittel ohne Gentechnik
  •  

Haltungsform 4: Premium

am meisten Platz im Stall (Beispiel Schwein: +100%) und tatsächlicher Auslauf im Freien, Futter ohne Gentechnik

  • Stallhaltung mit Zugang zu Freigelände während mind. 1/3 der Lebenszeit, die Fläche muss überwiegend bewachsen sein, Strukturelemente müssen den Tieren Unterschlupf bieten
  • zusätzliche Einstreu in Form von Stroh, Holzspänen, Sand oder Torf auf mind. 1/3 der Stallfläche
  • Grundsätzlich robuste und gesunde Zuchtlinien, langsam wachsende Rasse (Gewichtszunahme max. 45g/Tag) oder schnell wachsende Rassen bei Einhaltung des Mindestschlachtalters von 81 Tagen
  • Futtermittel ohne Gentechnik, mind. 20% aus dem eigenen Betrieb bzw. aus der Region