1 kg Schweinefleisch = 5 kg Futtermittel + 4.800 l Wasser + 3,25 kg C0²

Natürliche Lebensweise

20 Jahre (Schwein)

neugieriges Erkunden, Futter suchen, Körperpflege, Kuscheln

Lebensweise in der Intensivtierhaltung

<3 Jahre Sau

Kastenstand 200 x 65-70 cm

6-7 Monate Mastschweine

mindestens 0,75-1,00 m² in konventioneller Haltung

Haltung in Gruppe von 12-20 Tiere

2 Jahre Eber

Haltung auf betonierten Spaltböden

Ferkel

Kupieren der Schwänze nach 4 Tagen

Kastration der Eber nach spätestens 7 Tagen

Trennung von Mutter nach 3 Wochen

  10 interessante Fakten über Schweine

  • Schweine gehören zu den intelligentesten Tieren auf unserem Planeten. Sie hören in wenigen Wochen auf ihren Namen, können Tricks erlernen und sind sogar klüger als Hunde sowie einige Primatenarten.
  • Schweine sind sehr reinliche Tiere, so vermeiden sie es den Futterplatz zu beschmutzen und trennen ihren Schlafplatz strickt von ihrer „Toilette“.
  • Schweine sind sehr hitzesensibel, da sie nicht schwitzen können. Sie regulieren ihre Körpertemperatur durch Baden, Wälzen oder Suhlen.
  • Schweine sind sehr soziale Tiere. Sie entwickeln eine feste Rangordnung und schlafen gerne eng aneinander gekuschelt – gerade bei kälteren Temperaturen.
  • Schweine verbringen unter naturnahen Bedingungen 70 bis 80 % des Tages damit mit dem Rüssel im Boden nach Nahrung zu wühlen.
  • Die Rüsselscheibe eines Schweins ist beweglich und sozusagen ihr Tastsinn. Sie enthält so viel Tastsinneszellen wie beide menschlichen Hände zusammen.
  • Das Gehör von Schweinen ist für hohe Töne deutlich empfindlicher als bei Menschen. Dazu haben sie einen ausgeprägten Hörsinn.
  • Schweine haben ein beachtliches Langzeitgedächtnis, sofern sie einmal einen bestimmten Ablauf verinnerlichen konnten.
  • Scheine kommunizieren mit Grunzen. Dabei grunzt jedes Schwein anders. Je nach der Umgebung in der es aufwächst, bildet es eine unterschiedliche Persönlichkeit aus.
  • Sauen bauen vor der Geburt ihrer Ferkel Nester. Sie können ihre Ferkel hauptsächlich am Geruch erkennen, aber auch an der Stimme und am Aussehen.

  Haltungsformen

Tiere müssen mind. 6 Monate vor der Schlachtung unter diesen Bedingungen gehalten werden

Haltungsform 1: Stallhaltung

gesetzlichen Mindeststandard für Haltung von Schweinen & Masthühnern, bei Rindern & Puten branchenübliche Haltung (gibt keine Haltungsvorschriften)

  • Mindestfläche 0,75 m²/Tier
  • Stallhaltung
  • veränderbares Beschäftigungs material, mind. bewegliche Kette kombiniert z.B. mit Holzstück
  • QS-zugelassene bzw. QS-anerkannte Futtermittel

Haltungsform 2: Stallhaltung Plus

etwas mehr Platz im Stall (Beispiel Schwein: +10%) & zusätzliches Beschäftigungsmaterial, Kühe nicht

  • Mindestfläche 0,825 m²/Tier (mind. 10 % mehr Platz)
  • Stallhaltung
  • zusätzliches organisches Beschäftigungsmaterial aus natürlichen Materialien wie z.B. Holz, Sisal oder Naturkautschuk
  • QS-zugelassene bzw. QS-anerkannte Futtermittel

Haltungsform 3: Außenklima

noch mehr Platz im Stall (Beispiel Schwein: +40%), Kontakt mit dem Außenklima (z.B. überdachter Außenbereich am Stall oder nach außen offene Stallseite), Futter ohne Gentechnik

  • Mindestfläche 1,05 m²/Tier (mind. 40 % mehr Platz)
  • Stallhaltung mit Außenklimareizen; mind. Offenfrontstall
  • organisches Beschäftigungsmaterial aus natürlichen Materialien wie Holz, Sisal oder Naturkautschuk, zusätzlich Stroh oder vergleich bares Beschäftigungsmaterial
  • Futtermittel ohne Gentechnik

Haltungsform 4: Außenklima

am meisten Platz im Stall (Beispiel Schwein: +100%) und tatsächlicher Auslauf im Freien, Futter ohne Gentechnik

  • Mindestfläche 1,5 m²/Tier (mind. 100 % mehr Platz)
  • Stallhaltung mit ständigem Zugang zu Auslauf oder Freilandhaltung
  • organisches Beschäftigungsmaterial: Stroh oder vergleichbare Substrate
  • Futtermittel ohne Gentechnik, mind. 20% Futtermittel aus dem
    eigenen Betrieb bzw. aus der Region