Tierversuche sind leider immer noch für die Zulassung von Medikamenten, Chemikalien Kosmetika und genveränderten Lebensmitteln gesetzlich – sowohl in Deutschland als auch in der Europäischen Union – vorgeschrieben. Zwar gibt es genügend Beispiele, dass sich die Ergebnisse aus Tierversuchen nur schwer auf den Menschen übertragen lassen, aber in Politik und Wissenschaft sind sie leider noch weitgehend akzeptiert.

So werden weiterhin Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Affen und viele andere Tierarten als Objekte auch für die wissenschaftliche Forschung eingesetzt, müssen leiden und sterben. So werden sie an Universitäten zur Grundlagenforschung genutzt mit dem erklärten Ziel neue Erkenntnisse über die Funktionsweise von Organismen – auch des menschlichen – zu gewinnen. Für die Entwicklung und Prüfung neuer Produkte werden sie in der Industrie eingesetzt um zum Beispiel zu untersuchen, wie giftig neue Stoffe sind.

Man geht allein in Deutschland von fast drei Millionen Versuchstieren aus, die der Forschung geopfert werden. In der gesamten EU sind es jährlich circa zwölf Millionen Tiere, mit steigender Tendenz.

Allerdings ist die moderne biologische und medizinische Forschung nicht auf Tierversuche angewiesen. So existieren längst wissenschaftlich erprobte und anerkannte alternative Verfahren, wie Computermodelle oder Körperzellen und Organe im Reagenzglas. Mit diesen Methoden können oft viel schneller und zuverlässiger wissenschaftlichen Fragen tierversuchsfrei beantwortet werden. Offenbar gibt es dagegen weiterhin Vorbehalte, so dass sie noch nicht umgesetzt werden, obwohl sie nachweislich besser wären.

Also achte beim Kauf von Produkten, dass sie tierversuchsfrei hergestellt werden. Ein entsprechender Vermerk ist auf den Produkten zu finden. Zwar sind sie meist etwas teurer, aber das Tierwohl sollte dir dies wert sein.